Методичні вказівки до практичних занять для студентів II курсу економічних спеціальностей заочної форми навчання



Сторінка4/5
Дата конвертації20.03.2017
Розмір1.05 Mb.
ТипМетодичні вказівки
1   2   3   4   5

Haftung

Es gibt mehrere Formen der Haftung:

- unmittelbar: ein Gläubiger kann jeden einzelnen Gesellschafter unmittelbar (und nicht auf dem Umweg über die Gesellschaft, z. B. über eineNachschußpflicht) in Anspruch nehmen;

- unbeschränkt: der Gesellschafter haftet mit seinem gesamten Vermögen, also auch mit seinem Privatvermögen und nicht nur mit dem in die OHG eingebrachten Gesellschaftsanteil;

- primär: ein Gläubiger kann sich sofort an den Gesellschafter halten, er muß nicht zuerst die Gesellschaft in Anspruch nehmen; der Gesellschafter hat also nicht eine Art „Einrede der Vorausklage";

- gesamtschuldnerisch: jeder Gesellschafter haftet dem Gläubiger gegenüber für die volle Summe (auf das Ganze) und nicht lediglich in Höhe der Quote seiner Beteiligung am Gesellschaftsvermögen.


Aufgaben

I. Beantworten Sie folgende Fragen zum Text:

- Was bezeichnet man als Rechtsform?

- Wie werden Betriebe nach ihrer Zugehörigkeit unterteilt?

- Von welchen Kriterien wird die Wahl der Rechtsform beeinflußt?

- Wodurch unterscheiden sich die verschiedenen Rechtsformen?

-Nach welchem Charakter unterscheiden sich die Rechtsformen?

- Welche Formen der Haftung können Sie nennen?
II. Definieren Sie folgende Begriffe:

- die Personengesellschaft;

- die Kapitalgesellschaft;

- die Haftung.


III. Übersetzen Sie aus dem Deutschen ins Ukrainische:

1) Den Aufbau von Unternehmungen bezeichnet man als Rechtsform.

2) Im marktwirtschaftlichen System kann man die Betriebe nach ihrer Zugehörigkeit in private und öffentliche Betriebe unterteilen.

3) Die Geschäftsführungsbefugnis regelt die Rechtsbeziehung der Gesellschafter untereinander.

4) Bei beschränkter Haftung steht den Gläubigern lediglich das Gesellschaftsvermögen zur Verfügung; bei unbeschränkter Haftung darüber hinaus noch das Privatvermögen der Gesellschafter.

5) Bei der Gewinn- und Verlustbeteiligung handelt es sich um eine Beteiligung am Unternehmensergebnis.

6) Die Art der Besteuerung richtet sich nach der Rechtsform der Unternehmung.

7) Die verschiedenen Rechtsformen können sich durch folgende Faktoren unterscheiden:


Lektion 18. Unternehmensformen

der Produktionsbetrieb – виробниче (промислове) підприємство

die Erwerbstätigkeit – трудова діяльність

Entscheidungentreffen – приймати рішення

dieFolgentragen – відповідати за наслідки; потерпати від збитків

stillerGesellschafter – таємний компаньйон

hoheundlangfristigeKrediteerhalten – отримувати великі та довгострокові кредити

die offene Handelsgesellschaft – відкрите торгівельне товариство

die Kommanditgesellschaft (auf Aktien) – командитне товариство

derKomplementär(e) – член командитного товариства з необмеженою діяльністю; головний партнер

dasFremdkapital – залучений капітал

derKommanditist(en) – командитист, обмежено відповідальний член командитного товариства

persönlichhaftenderGesellschafter – компаньйон, що несе відповідальність за борги товариства своїм майном

derVorstand – правління, керівний орган

dieHauptversammlung – загальні збори акціонерів

derVollhafter – член товариства з необмеженою відповідальністю

derMindestnennbetrag – мінімальна номінальна сума внеску

ausRücklagendecken – покривати (втрати) з резервного фонду

der Gläubiger - кредитор

die Gesellschaft des bürgerlichenRechts – просте товариство

das Handelsgewerbe – торгівля, торговий бізнес

das Handelsregister – торговий реєстр (регістр)

die Gesellschaftsschuld(en) – борги товариства

dieGesamtschuldner (pl) – солідарні боржники

dieAktiengesellschaft – акціонерне товариство

dasGrundkapital – акціонерний капітал

dieQuotenaktie – акція без номінальної вартості

dieNennwertaktie – акція, що має номінал

dasAktiengesetz – закон про операції з акціями

derAufsichtsrat – рада спостереження

dieGesellschaftmitbeschränkterHaftung (GmbH) – товариство з обмеженою відповідальністю (ТзОВ)

dasStammkapital – основний капітал

derGesellschaftsvertrag – договір між компаньйонами про утворення товариства

dieGenossenschaft – товариство, кооператив

dasGeschäftsguthaben – загальна сума пайових внесків членів товариства
Einzelunternehmen

Die Einzelunternehmung ist der Produktionsbetrieb oder die Erwerbstätigkeit eines einzelnen Unternehmens. Sie ist dadurch gekennzeichnet, daß die Geschicke des Betriebes unlösbar mit dem persönlichen Schicksal des Unternehmers verbunden sind. Dieser trifft alle Entscheidungen, trägt aber auch allein deren Folgen (Gewinn oder Verlust). Wegen ihrer einfachen Struktur ist die Einzelfirma die geeignete Rechtsform für kleinere und mittlere Betriebe. Die Einzelunternehmimg ist ein Gewerbebetrieb, dessen Eigenkapital von einer Person aufgebracht wird, die das Unternehmen verantwortlich leitet und das Risiko allein trägt.

Die Gründung erfolgt formlos. In der Regel ist eine Eintragung ins Handelsregister notwendig. Die Eigenkapitalbasis entspricht dem Vermögen des

Unternehmers. Ihre Erweiterung ist möglich durch Ansparung von Gewinnen (Selbstfinanzierung) oder durch Aufnahme eines stillen Gesellschafters.

Die Kapitaleinlage des stillen Gesellschafters geht in das Vermögen des Einzelunternehmers über. Der stille Gesellschafter ist von der Geschäftsführung prinzipiell ausgeschlossen, haftet aber auch nur mit seiner Einlage. Ihm steht eine Gewinnbeteiligung zu. Fremdkapital bekommt der Unternehmer als Personalkredit. Da das Kreditausfallrisiko für die Bank groß ist, sind die Möglichkeiten, hohe und langfristige Kredite zu erhalten, in der Regel beschränkt.

Wie alle Personenunternehmen ist die Einzelunternehmung kein selbständiges Steuersubjekt. Es besteht nur eine Einkommensteuerpflicht des Alleinunternehmers zum Zeitpunkt der Gewinnentstehung im Betrieb.

Rechte und Pflichten des Einzelunternehmers sind im HGB (§§ 1 -104) und im BGB (§§ 716,723) geregelt. Der Einzelunternehmer ist als natürliche Person rechtsfähig. Er beschafft sein Eigenkapital durch seine Einlage bzw. seine Einlage und die des/der stillen Gesellschafter. Diese ist in ihrer Höhe nicht gesetzlich festgelegt. Der Einzelunternehmer haftet unbeschränkt und unmittelbar. Er führt und vertritt das Unternehmen selbst oder beauftragt einen leitenden Angestellten. Der Firmenname besteht aus Familiennamen des Unternehmers mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen.

Personengesellschaften:

1. Die Offene Handelsgesellschaft (OHG).

Die OHG stellt eine „erweiterte Einzelunternehmung" dar. Die Gründung einer OHG erfordert mindestens zwei Gesellschafter. Bei der OHG haften die Gesellschafter persönlich, unmittelbar, unbeschränkt und gesamtschuldnerisch. Bei der OHG erfolgt die Eigenkapitalbeschaffung über die Einlagen und die Aufnahme neuer Gesellschafter.



2. Die Kommanditgesellschaft (KG).

Die KG ist eine Personengesellschaft, bei der es zwei Arten von Gesellschaftern gibt: den Komplementär und den Kommanditisten. Die Komplementäre haften gesamtschuldnerisch und unbeschränkt für die Verbindlichkeiten der Unternehmung, d. h. nicht nur mit ihrer Einlage, sondern auch mit ihrem Privatvermögen; sie haben Leitungsbefugnis (Geschäftsführung und Vertretung). Die Kommanditisten haben im wesentlichen nur die Funktion der Kapitalgeber, sie leisten die im Gesellschaftsvertrag festgelegte Einlage. Sie haben keine Leitungsbefugnis, sondern nach §§ 164 u. 166 HGB bestimmte Kontroll- und Widerspruchsrechte. Sie haften für die Verbindlichkeiten des Unternehmens nur in Höhe der im Handelsregister festgelegten Hafteinlagen und dies nur insoweit, wie sie noch nicht geleistet wurden.


3. Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA).

Die Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) ist nach dem Aktiengesetz 60 eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, bei der mindestens ein Gesellschafter den Gesellschaftsgläubigern unbeschränkt haftet und die übrigen mit Einlagen an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt sind, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften. Als eine Mischform zwischen der KG als Personengesellschaft und der AG als Kapitalgesellschaft ist ihre Rechtsform im Aktiengesetz geregelt. Die unbeschränkt haftenden Gesellschafter, die auch Aktionäre sein können, entsprechen den persönlich haftenden Komplementären der KG. Im Verhältnis zu ihnen haben die Kommanditaktionäre eine ähnliche Stellung wie die Kommanditisten der AG. Die KGaA verbindet die guten Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten einer AG mit dem direkten Zugriff der Vollhafter auf die Unternehmensführung wie bei der KG.

Die Einheitsgründung erfolgt durch mindestens fünf Gründer, darunter stets die persönlich haftenden Gesellschafter. Nach notarieller Beurkundung der Satzung erfolgt die Eintragung ins Handelsregister. Die Firma ist dem Gegenstand des Unternehmens entnommen und trägt den Zusatz "KGaA".

Die persönlich haftenden Gesellschafter bilden den Vorstand. Einmal jährlich treten die Aktionäre zur Hauptversammlung zusammen, deren Beschlüsse teilweise der Zustimmung durch die Vollhafter bedürfen. Als Aktionäre haben die Vollhafter kein Stimmrecht bei der Wahl des Aufsichtsrates und der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Das Grundkapital beträgt mindestens 50000 €, zerlegt in Aktien zum Mindestnennbetrag von 25 €. Die Gewinnverteilung erfolgt zunächst an die Vollhafter, dann als Dividende an die Aktionäre. Verluste werden von den Kapitalanteilen der persönlich haftenden Gesellschafter abgeschrieben und aus den Rücklagen gedeckt. Für die Verbindlichkeiten haftet der Gläubiger außer dem Gesellschaftsvermögen das Privatvermögen der Vollhafter.

4. Die GmbH & Co. KG.

Die GmbH & Co. KG ist eine Kommanditgesellschaft, deren einziger Komplementär eine GmbH, d.h. eine juristische Person, ist. Die Kommanditisten sind in der Regel gleichzeitig die Gesellschafter der GmbH. Diese Unternehmensform verdankt ihre Entstehung meist steuerlichen Erwägungen (Gewinne von Kapitalgesellschaften unterliegen einer zweifachen Besteuerung- der Körperschaftssteuer, die zu Lasten der Gesellschaft geht, und der Einkommensteuer, die die Gesellschafter auf die ausgeschütteten Gewinne zu zahlen haben). Ein weiterer Vorzug ist die Haftungsbeschränkung, denn der „Vollhafter" GmbH haftet nur mit dem Vermögen der GmbH.

Dieser Vorteil der Inhaber kann jedoch zum Nachteil der Gläubiger werden; denn im Extremfall kann die GmbH in mehrere „&Co. KG" eintreten, haftet jedoch insgesamt nur mit 10000 Euro.

5. Die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts.

Die Grundform der Personengesellschaft ist die Gesellschaft des bürgerlichen Rechtes (BGB-Gesellschaft, GbR). Sie ist in den §§ 705-740 BGB geregelt und steht zu den anderen Personengesellschaften im Verhältnis von allgemeiner zu spezieller Form. Die GbR setzt einen Gesellschaftsvertrag voraus, in dem sich die Gesellschafter (Gesellschafter können sowohl natürliche als auch juristische Personen sein) gegenseitig verpflichten, die Erreichung eines gemeinsamen Zwecks in bestimmter Weise zu fördern (§ 705 BGB). Dabei ist es gleichgültig, ob wirtschaftliche oder ideelle Zwecke gefordert werden sollen; grundsätzlich kommt jeder erlaubte Zweck in Betracht. Richtet sich dieser auf ein gemäß § 2 HGB eintragungspflichtiges Handelsgewerbe, so wird aus der BGB-Gesellschaft mit Eintragung ins Handelsregister eine OHG.

Für Gesellschaftsschulden haften alle Gesellschafter als Gesamtschuldner (§ 427 BGB) unmittelbar und unbeschränkt neben dem Gesellschaftsvermö­gen. Hieraus ergibt sich das Recht zur gleichberechtigten Mitwirkung an der Geschäftsführung (Gesamtgeschäftsführung; §709 BGB). Gesellschaftsvertraglich kann eine hiervon abweichende Regelung vereinbart werden. Über die Gewinn- und Verlustbeteiligung wird wegen des dispositiven Charakters von § 722 BGB in erster Linie der Gesellschaftsvertrag Regelungen enthalten. Ist dies nicht der Fall, dann hat jeder Gesellschafter ohne Rücksicht auf Art und Größe seines Beitrags einen gleichen Anteil am Gewinn und Verlust.

Als Rechtsform für den Industriebetrieb kommt der BGB-Gesellschaft wegen ihrer leichten Auflösbarkeit kaum Bedeutung zu. Andererseits verdankt sie gerade wegen ihrer flexiblen Gestaltungsmöglichkeit (kurz-oder längerfristig angelegt; auf die Verfolgung materieller oder immaterieller Zwecke ausgerichtet) ihre bedeutende Stellung im Wirtschaftsleben.



Kapitalgesellschaften:

Man unterscheidet zwei Arten von der Kapitalgesellschaften: 1) Die Aktiengesellschaft (AG). 2) Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).



  1. Die Aktiengesellschaft (AG).

Der Vorstand leitet die Aktiengesellschaft unter eigener Verantwortung. Ihm obliegt die Geschäftsführung und Vertretung. Unter dem Grundkapital versteht man den durch die Aktionäre bei Gründung mindestens aufzubringenden Kapitalbetrag.

Es muß auf einen Nennbetrag in Deutschen Mark lauten. Der Mindestnennbetrag des Grundkapitals beträgt gem. § 7 AktG 50000 €. Nach § I Abs. 2 AktG hat die Aktiengesellschaft ein in Aktien zerlegtes Grundkapital. Die Aktien repräsentieren deshalb eine bestimmte Quote des Grundkapitals. Das deutsche Recht kennt aber nicht die „Quotenaktie" (1/ 5000, 1/10000), sondern lediglich die „Nennwertaktie": Nach §6 AktG muß die Aktie auf einen Nennbetrag in DM lauten. Der Mindestnennbetrag beträgt nach § 8 AktG 50 €; höhere Aktiennennbeträge müssen auf volle Hundert DM lauten.

Die Rechtsgrundlage der AG ist das Aktiengesetz. Die AG ist eine Handelsgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, d. h. eine juristische Person. Zur Gründung einer AG ist ein notariell beurkundeter Gesellschaftsvertrag notwendig. Die Gründungszahl der Gesellschafter beträgt mindestens fünf. Das Grundkapital beträgt mindestens € 50000 Der Nennwert einer Aktie beträgt mindestens € 25. Alle Gesellschafter haften mittelbar mit ihrer Einlage. Die Organe der AG sind Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung. Der Vorstand nimmt die Geschäftsleitung wahr. Er wird vom Aufsichtsrat eingesetzt und kontrolliert. Beide sind der Haupversammlung Rechenschaft schuldig. Die Gewinn-und Verlustverteilung erfolgt nach Beschluß der Hauptversammlung auf Vorschlag des Vorstandes.

2. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH).

Das entscheidende Merkmal dieser Kapitalgesellschaft ist im Namen ausgedrückt: die GmbH haftet den Gläubigern mit dem gesamten Stammkapital; wenn dies zur Deckung der Schulden nicht ausreicht, können die Gesellschafter nur bis zur Höhe ihrer Einlagen in Anspruch genommen werden. Die Rechtsgrundlage für die GmbH ist das GmbH Gesetz in der Fassung vom 20. Mai 1889 mit verschiedenen Änderungen. Folgende wesentliche Regelungen bestehen:

- Der Gesellschaftsvertrag muß notariell geschlossen werden; die Gesellschaft muß im Handelsregister angemeldet werden. Es ist eine Mindestzahl von zwei Gesellschaftern vorgeschrieben.

- Der Name der Gesellschaft (Firma) muß entweder aus dem Unternehmensgegenstand entnommen oder der Name eines der Gesellschafter sein. In allen Fällen muß die Firma der Gesellschaft den Zusatz mbH (mit beschränkter Haftung) enthalten.

- Im Gesellschaftsvertrag wird ein Stammkapital (Mindesthöhe € 25000) festgelegt, sowie die Aufteilung auf die Gesellschafter. Die einzelne Stammeinlage beträgt mindestens € 250.

- Es ist mindestens ein Geschäftsführer zu bestellen (Gesellschafter oder Geschäftsfremder). Er ist mit seiner Vertretungsmacht im Handelsregister einzutragen.

- Die GmbH ist eine juristische Person. Somit kann sie klagen und verklagt werden, Eigentum und andere Rechte erwerben.

- Die Organe der GmbH sind:

a) Die Geschäftsführung. Sie vertitt die GmbH nach außen und führt die Geschäfte im Innenverhältnis.

b) Die Gesellschafterversammlung. Sie stellt die Bilanz fest, bestellt die Geschäftsführer, überwacht die Geschäftsführung und fordert Einzahlungen ein.

c) Der Aufsichtsrat (nur bei großen GmbHs oder GmbHs mit vielen Gesellschaftern ).

Für seine Rechtsstellung gilt analog das Aktiengesetz.



Die Genossenschaft

Eine Genossenschaft ist eine Gesellschaft mit einer nicht geschlossenen Zahl von Mitgliedern (Genossen), die einen wirtschaftlichen Zweck verfolgen und sich dazu eines gemeinsamen Geschäftsbetriebes bedienen. Der Zweck ist nach § 1 GenG „die Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft der Mitglieder mittels gemeinschaftlichen Geschäftsbetriebes". Entsprechend dieser Zwecksetzung ist das ursprüngliche Ziel der Genossenschaft nicht Gewinnerzielung, sondern Selbsthilfe der Mitglieder durch gegenseitige Förderung. Alle Mitglieder sind gleichberechtigt, jedes Mitglied hat in der Generalversammlung unabhängig von der Höhe seines Kapitalanteils nur eine Stimme.

Die Genossenschaft ist weder Personen- noch Kapitalgesellschaft, sondern ein wirtschaftlicher Verein. Sie ist eine juristische Person und im Genossenschaftsregister eingetragen. Sie hat kein festes Grundkapital wie die Kapitalgesellschaften, sondern ihr Kapital setzt sich aus den Einlagen der Mitglieder zusammen und schwankt demgemäß auch mit der Mitgliederzahl, die mindestens sieben betragen muß.

Das Statut der Genossenschaft enthält Vorschriften über den Betrag, bis zu dem sich die einzelnen Mitglieder mit Einlagen beteiligen können (Geschäftsanteil) und welcher Betrag davon mindestens einzuzahlen ist (Mindesteinlage). Die Beteiligung mit mehr als einem Geschäftsanteil kann statutarisch erlaubt sein. Die Einlage jedes Mitglieds wird also nach oben durch die Zahl der möglichen Geschäftsanteile und deren Höhe, nach unten durch die Mindesteinlage begrenzt. Dem eingezahlten Betragjedes Mitglieds (Geschäftsguthaben) werden Gewinne solange zugeschrieben, bis der Geschäftsanteil erreicht ist, Verluste werden entsprechend abgezogen.

Für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft haftet den Gläubigern nur das Vermögen der Genossenschaft.
Aufgaben

I. Beantworten Sie folgende Fragen zum Text:

1) Was bedeutet «die Einzelunternehmung»? Wodurch wird sie gekenn­zeichnet?

2) Wo werden Rechte und Pflichten des Einzelunternehmers geregelt?

3) Wodurch beschafft der Einzelunternehmer sein Eigenkapital?

4) Was stellt die offene Handelsgesellschaft dar?

5) Welche Haftung hat die OHG?

6) Wofür haften der Komplementär und der Kommanditist? Wodurch unterscheiden sich ihre Funktionen?

7) Was versteht man unter der KGaA?

8) Welche Form hat die KGaA?

9) Was versteht man unter der GmbH & Co. KG?

10) Was setzt die GbR voraus?

11) Wie haften alle Gesellschafter der GbR?

12) Welche zwei Arten von Kapitalgesellschaften sind zu unterscheiden?

13) Wie groß mus das Grundkapital der AG sein? Was beträgt das Stammkapital der GmbH?

14) Welche Leitungsorgane der AG und der GmbH sind zu erwähnen? Was obliegt dem Vorstand der AG?

15) Welchen Zweck verfolgen die Mitglieder der Genossenschaft?

16) Welches Ziel hat die Genossenschaft?

17) Was ist eine Genossenschaft?


II. Finden Sie ukrainische Äquivalente zu folgenden Begriffen:

- die Einzelunternehmung;

- die offene Handelsgesellschaft;

- die Kommanditgesellschaft (auf Aktien);

- die Genossenschaft.
III. Übersetzen Sie ins Ukrainische:

1) Der Einzelunternehmer ist alleiniger Eigentümer, der für alle Geschäftsschulden unbeschränkt haftet.

2) Bei den Personengesellschaften schaffen sich die Gesellschafter mit ihren Kapitaleinlagen zumeist ein persönliches Wirkungsfeld.

3) Die OHG ist eine handelsrechtliche Vereinigung von zwei oder mehreren Personen zum Betrieb eines Handelsgewerbes unter gemeinsamer Firma, jeder Gesellschafter haftet unbeschränkt gegenüber den Gläubigern der OHG.

4) In der KG haftet der persönlich tätige Gesellschafter (Komplementär)

unbeschränkt während die übrigen (Kommanditisten) nur in Höhe ihrer Einlage haften.

5) Der stille Gesellschafter beteiligt sich mit seiner Einlage am Gewinn.

6) Kapitalgesellschaften haben im Gegensatz zu Personengesellschaften eine eigene Rechtspersönlichkeit und sind juristische Personen.


IV. Übersetzen Sie ins Deutsche:

1. Власник фірми самостійно керує підприємством.

2. Приватний власник несе необмежену відповідальність за своє майно та майно фірми.

3. Таємний компаньйон не може брати участь в роботі фірми.

4. Відкрите торгове товариство є правовою формою дрібних та середніх підприємств.

5. Для утворення повного товариства потрібно не менше як дві людини.

6. Комплементарій – член командитного товариства з необмеженою відповідальністю.

7. Командитист – обмежено відповідальний учасник командитного товариства.

8. Компаньйони, які несуть відповідальність за борги товариства всім своїм майном, утворюють правління підприємства.

9. Відомо, що акціонери особисто не відповідають за зобов’язання компанії.

10. Правління акціонерного товариства керує ним.

11. Акціонерний (установчий) капітал акціонерного товариства мусить становити не менше 50000 евро.

12. Основний капітал ТзОВ має бути мінімум 25000 євро.
V. Geben Sie kurz den Inhalt des Textes unter Beachtung folgender Stichpunkte wieder:

- die Einzelunternehmung

- die Personengesellschaften

- die Kapitalgesellschaften

- die Genossenschaft
Lektion 19. Unternehmenszusammenschlüsse
das Joint Venture / das Gemeinschaftsunternehmen - спільне підприємство

dasFranchising – франчайзинг; система видачі особливих прав (ліцензій) на провадження справи (експлуатацію підприємства); передача права на використання фірмової марки

derFranchisegeber – компанія, що видає особливе право (ліцензію) на провадження справи (експлуатацію підприємства)

derFranchisenehmer – підприємець, який використовує підприємство на основі договору про надання особливого права (ліцензії) на ведення справ

derAbsatz - збут

dieExpansion – розширення; об’єднання

dieFusion – злиття, об’єднання; поглинання

dieInteressengemeinschaft – об’єднання (товариство), пов’язане захистом спільних інтересів

dieGelegenheitsgesellschaft– товариство, організоване для проведення окремих операцій; тимчасове товариство

dieArbeitsgemeinschaft – ділова співпраця, спільна робота; товариство, об’єднання; робоча група

das Konsortium – консорціум, синдикат

das Kartell - картель

der Konzern - концерн

eingliedern in (Akk.) – включати, інтегрувати

dieHolding-Gesellschaft – холдинг-компанія, головна фірма концерну

derTrust – траст; опіка

dieVerschmelzung – злиття, переплетення

j-metw. (Akk.) zurVerfügungstellen – надавати щось в чиєсь розпорядження


Formen der internationalen Zusammenarbeit

Viele Märkte in Deutschland und den westlichen Industrienationen sind gesättigt. Deshalb müssen die erzeugten Produkte auf dem internationalen Markt abgesetzt werden. Für Deutschland als rohstoffarmes Land ist der Export schon seit vielen Jahren von großer Bedeutung und wird wahrscheinlich noch an Bedeutung zunehmen. Die Ware wird also in Deutschland hergestellt und dann an Kunden im Ausland geliefert, die hoffentlich viel Freude an ihrem Produkt „madein Germany" haben werden. Wenn man sich ein ausländisches Produkt kauft, hat man vielfach Angst, daß der Service mangelhaft sein könnte. Damit der Kundendienst im Ausland gewährleistet ist, schaffen viele Firmen auch Auslandsniederlassungen, die dann die Kunden betreuen und gleichzeitig den Verkauf ankurbeln sollen sowie für eventuell notwendige Logistik zuständig sind. In Osteuropa finden wir häufig die Form eines Joint Ventures (das Gemeinschaftsunternehmen), ein Unternehmenszusammenschluß mit einem ausländischen Partner. An diesem Zusammenschluß kann die deutsche Firma zu einem ganz unterschiedlichen Prozentsatz beteiligt sein, oft sind es 50%, also in Form einer Gleichheitsbeteiligung, aber auch Minderheits- oder Mehrheitsbeteiligungen sind denkbar.

Eine relativ neue, aber heute sehr akzeptierte, häufig zu findende Form der Kooperation ist das sogenannte Franchising. Bei dieser Art der Zusammenarbeit stellt die Mutterfirma gegen eine Gebühr verschiedene Dienstleistungen zur Verfügung. Meist ist es das Marketingkonzept, aber auch die Organisation und der Aufbau der Läden sind bei einem Franchiseunternehmen auf der ganzen Welt gleich.

Franchising ist eine Form geschäftlicher Kooperation. Dabei stellt ein Franchisegeber dem Franchisenehmer sein Know-how, also ein ganzes Paket von Erfahrungen und Informationen zur Verfügung, mit dem der Franchisenehmer sich einen Wettbewerbsvorsprung auf dem Markt sichern kann. Typische Merkmale von Franchisesystemen sind:

1. die langfristige Zusammenarbeit der Partner;

2. die ständige Anpassung an den sich veränderten Markt;

3. die vertraglich geregelte Kooperation der Partner;

4. die vertikal-kooperative Systemstruktur mit genauen Regelungen der Arbeitsteilung zwischen den Partnern;

5. die rechtliche Selbständigkeit des Franchisenehmers, bei gleichzeitiger unternehmerischer Selbständigkeit im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen;

6. Bereitstellung eines Franchisepakets (z. B. Marken, Namen, Firmenzeichen, Absatzprogramm usw.);

7. Kontrollrecht des Franchisegebers;

8. Unterstützung durch den Franchisegeber.

Franchising ist also ein Absatzsystem, das zwar vertikal-kooperativ organisiert ist, in dem aber die Unternehmen selbständig bleiben. Deshalb müssen die Beziehungen zwischen dem Franchisegeber, also dem Systemkopf, und dem Franchisenehmer, dem Systempartner, vertraglich genauestens geregelt sein. Das Leistungspaket des Franchisegebers, also das Franchisepaket, enthält in der Regel folgende Leistungen: 1. ein Beschaffungs-, Absatz-, und Organisationskonzept; 2. die Ausbildung des Franchisenehmers; 3. die Garantie von Schutzrechten; 4. die Verpflichtung des Franchisegebers, den Franchisenehmer aktiv und kontinuierlich zu unterstützen; 5. die ständige Weiterentwicklung des Konzepts.

Der Franchisenehmer seinerseits ist zwar im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig, hat aber das Recht und die Pflicht, das Franchisepaket gegen Zahlung einer Gebühr zu nutzen. Sein Leistungsbeitrag ist also in erster Linie seine Arbeitsleistung und sein Kapital.

Diese Geschäftsidee ist nicht neu. Während aber in den USA schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts Franchisesysteme entstanden (z.B. Coca Cola), setzte die Entwicklung in Westeuropa deutlich später ein, so etwa zu Anfang der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. In den letzten Jahren erlebt diese Form der Zusammenarbeit einen wahren Boom. Wer kennt heute Markennamen wie OBI, Foto Quelle oder Eismann nicht? Das sind alles Unternehmen, die nach dem Franchisesystem arbeiten.

Etwas länger gibt es dagegen schon die sogenannten Lizenzverträge, wo die Nutzungsrechte an bestimmten Warenzeichen oder Patente verkauft worden sind. Im Rahmen der Globalisierung wird nicht nur der Umfang der internationalen Zusammenarbeit wachsen, es werden sich wohl auch noch vielfältige neue Formen herausbilden.



Zusammenschlüsse

Ein Unternehmenszusammenschluß ist eine Vereinigung von Firmen, die sich bessere Markt- und Absatzbedingungen sowie günstigere Produktionsverhältnisse schaffen wollen. Oft ist auch die gemeinsame Finanzierung eines Projektes geplant. Eine solche Verbindung kann einerseits sehr vorteilhaft sein, beschränkt die Firma aber auch oft in ihrer Dispositions­oder Handlungsfreiheit.

Abhängig von der jeweiligen Zielsetzung gibt es eine Vielzahl von Kooperationsformen. So kann eine Zusammenarbeit dauerhaft oder nur für eine gewisse Zeit, also vorübergehend, sein. Die Zusammenarbeit kann auf Teilbereiche der Firma begrenzt sein, sie kann mit oder ohne Kapitalbeteiligung stattfinden, das Verhältnis der Partner kann mehr oder weniger kooperativ sein.

Oft sind es vor allem marktstrategische Überlegungen, die zu solchen Formen der Zusammenarbeit führen: Durch ein breites, man sagt auch diversifiziertes Produktionsprogramm, kann das Unternehmenswachstum gesichert werden. Zusätzlich kann das Risiko für eine Firma durch viele verschiedene Aktivitäten vermindert und das bisher angebotene Sortiment vergrößert oder komplettiert werden und damit attraktiver für einen großen Kundenkreis sein.

Das Eintreten in vorher nicht bediente Märkte eröffnet neue Chancen der Expansion. Auf diese Weise schaffen sich viele Unternehmen neue Möglichkeiten zu wachsen.

Unternehmenszusammenschlüsse entstehen durch Verbindung von bis zu diesem Zeitpunkt rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmen zu größeren wirtschaftlichen Einheiten. Bleiben die Betriebe dabei rechtlich und auch wirtschaftlich selbständig, so spricht man von Kooperation. Verlieren dagegen die Betriebe dabei ihre wirtschaftliche Selbständigkeit, behalten aber die rechtliche Selbständigkeit, so spricht man von Konzentration. Geben die Unternehmen beim Zusammenschluß auch ihre rechtliche Selbständigkeit auf, so daß nach dem Zusammenschluß nur noch eine rechtliche Einheit (Firma) existiert, so spricht man von Fusion.



1. Kooperationsformen:

Es gibt verschiedene Kooperationsformen:

a) Eine Interessengemeinschaft im weitesten Sinn liegt vor, wenn sich zwei oder mehrere Personen zu einem gemeinsamen Ziel zusammenschließen. Eine Interessengemeinschaft in diesem Sinn ist jede Gesellschaft bürgerlichen Rechts.

b) Von einer Gelegenheitsgesellschaft spricht man, wenn der gesellschaftliche Zusammenschluß zur Durchführung eines Einzelgeschäfts oder einer im Gesellschaftsvertrag festgelegten Anzahl von Einzelgeschäften auf gemeinsame Rechnung vorgenommen wird. Sie ist ebenfalls eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Die Gelegenheitsgesellschaft weist verschiedene Formen auf. Von einer Arbeitsgemeinschaft spricht man, wenn das Ziel verfolgt wird,

eine bestimmte Aufgabe gemeinschaftlich zu lösen oder einen einzigen Werkvertrag (§ 651 BGB) oder Werklieferungsvertrag bzw. eine begrenzte Anzahl derartiger Verträge gemeinsam zu erfüllen. Sie sind vorwiegend im Baugewerbe anzutreffen. Von Konsortien spricht man, wenn sich mehrere Unternehmen zur Durchführung bestimmter, genau abgegrenzter Aufgaben zusammenschließen und dabei nicht über ein Gesamthandvermögen verfügen. Sie sind am häufigsten im Bankgewerbe anzutreffen.

c) Der wichtigste horizontale Zusammenschluß, bei dem die kapital­mäßige und wirtschaftliche Selbständigkeit unangetastet bleibt, ist das Kartell. Hauptziel von Kartellverträgen ist die Marktbeherrschung durch die Beseitigung oder zumindest die Einschränkung des Wettbewerbs. Welcher Rechtsform sich ein Kartell bedient, hängt im Wesentlichen von der Art des Kartells und von seinen Zielsetzungen ab. Im allgemeinen haben Kartelle die Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts. Kartellabsprachen können sich beziehen auf die Absatz- und Geschäftsbedingungen (Konditionenkartelle), auf die Festsetzung des Absatzpreises (Preiskartelle), auf die Produktion (Produktionskartelle) und auf den Absatz (Absatzkartelle).



2. Konzentrationsformen:

Im Gegensatz zu den Kartellen sind Konzerne Zusammenschlüsse, die durch kapitalmäßige Verflechtung (Aktientausch, Erwert) von Aktienmehrheiten zustande kommen. Die Vorstufe zur Konzernbildung kann eine einfache finanzielle Beteiligung an einem produktionstechnisch verwandten Unternehmen sein (Mutter- und Tochtergesellschaft). Die Erweiterung der einfachen Beteiligung führt zur Bildung eines Konzerns, der mehrere wirtschaftsverwandte Betriebe unter einheitlicher Leitung zusammenfaßt. Die Unternehmen bleiben dabei rechtlich selbständig. In einem vertikal gegliederten Konzern sind Betriebe aufeinanderfolgender Produktionsstufen (Rohstoffgewinnung, Verarbeitung, Handel) zusammengeschlossen, während ein horizontal gegliederter Konzern Betriebe der gleicher Produktionsstufe oder der gleichen Branche vereinigt.

Nach § 18 AktG sind Konzerne Zusammenfassungen rechtlich selbständiger Unternehmen unter einheitlicher Leitung bei kapitalmäßiger Verflechtung. Es gibt Unterordnungs- und Gleichordnungskonzerne. Innerhalb von Unterordnungskonzernen gibt es herrschende und abhängige Unternehmen. Bei den Gleichordnungskonzernen ist kein Unternehmen von dem anderen abhängig. Bei den Unterordnungskonzernen kann diegemeinsame Leitung beruhen auf: a) einem Beherrschungsvertrag, der dann vorliegt, wenn z. B. eine AG die Leitung ihrer Gesellschaft einem anderen Unternehmen unterstellt (§ 291 Abs. 1 AktG); b) der Eingliederung eines Unternehmens (§319 AktG), die dann vorliegt, wenn ein Unternehmen so in ein übergeordnetes eingegliedert wird, daß es als Teilbetrieb des übergeordneten Konzerns zu betrachten ist; c) einer tatsächlichen Beherrschungsmacht (§ 17 AktG).

Die Holding-Gesellschaft

Übertragen Konzernunternehmen alle oder die Mehrheit ihrer Aktien einer Gesellschaft, die dafür an diese Unternehmen eigene Aktien ausgibt, so spricht man von einer Holding-Gesellschaft. Die rechtliche Selbständigkeit der Unternehmen bleibt erhalten, die wirtschaftliche Selbständigkeit geht im Hinblick auf die Finanzierung völlig und bezüglich der Betriebspolitik weitgehend auf die Holding-Gesellschaft über. Man spricht bei Holding-Gesellschaften auch von Dach-Gesellschaften.

Verschmolzene Unternehmen (Trusts)

Der Trust ist ein Zusammenschluß von Unternehmungen, die ihre rechtliche Selbständigkeit verlieren. Er führt zu einer einzigen Unternehmung mit Einheitsfirma, so daß die früher selbständigen Unternehmungen nur noch Betriebe des Trust sind. Den Verschmelzungsvorgang zweier oder mehrerer Gesellschaften nennt man Fusion (§§ 339 ff. AktG). Sie ist auf zwei Arten möglich:

- Verschmelzung durch Aufnahme. Sie besteht darin, daß gegen Aktien der übernehmenden Gesellschaft das gesamte Vermögen der übertragenden Gesellschalt veräußert wird.

- Verschmelzung durch Neubildung. Es wird eine neue Gesellschaft gegründet, der jede der sich vereinigenden Gesellschaften ihr Gesamtvermögen überträgt und dafür Aktien der neuen Gesellschaft empfängt.

Konzern und Trust lassen sich oft schwer unterscheiden. Die in Kartellen und Konzernen zusammengeschlossenen Unternehmen bleiben nach außen hin, also rechtlich, selbständig. Beim Trust wird dagegen die rechtliche Selbständigkeit aufgehoben und der Zusammenschluß nicht nur durch Beteiligung oder Beherrschung durchgeführt, sondern durch Fusion. Im allgemeinen spricht man jedoch schon dann von einem Trust, wenn der Umfang des Wirtschaftsgebildes so groß ist, daß es durch seine wirtschaftliche

Bedeutung zu einer marktbeherrschenden Stellung gelangen kann. Nach dem Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen unterliegen Trusts wie Konzerne Monopol- und Oligopolkontrolle durch die Kartellbehörde.


Aufgaben

I. Beantworten Sie folgende Fragen:

1) Welche Unternehmenszusammenschlüsse sind zu unterscheiden?

2) Was versteht man unter einem Joint Venture?

3) Was versteht man unter Franchising?

4) Wo liegt der Unterschied zwischen einem Joint Venture und Franchising?

5) Welche typischen Merkmale von Franchisesystemen gibt es auf dem Markt?

6) Zu welchem Zweck werden Unternehmenszusammenschlüsse gebildet?

7) Welche Kooperationsformen von Firmen sind zu nennen?

8) Welche zwei Arten von Unternehmungen gehöhren zu den Konzentrationsformen?

9) Was versteht man unter einer Holding-Gesellschaft?

10) Wie bezeichnet man den Verschmelzungsvorgang zweier oder mehrerer Gesellschaften?
II. Prüfen Sie, ob folgende Informationen im Text vorhanden sind:

1) Ein Joint Venture schränkt die Freiheiten der einzelnen Firmen nicht ein.

2) Ein Joint Venture soll das Produktionsprogramm diversifizieren.

3) Auch gemeinsame Finanzierungspläne sind oft von Bedeutung.

4) Es gibt eigentlich nur eine Form des Zusammenschlusses, die geeignet ist.

5) Kooperationen sind meist langfristig geplant.

6) Ein Unternehmenszusammenschluß wird meist aus marktstrategischen Überlegungen eingegangen.

7) Franchising ist eine Form der geschäftlichen Kooperation.

8) Man spricht von Kooperation, wenn Betriebe rechtlich und wirtschaftlich selbständig bleiben.

9) Bei der Holding-Gesellschaft verlieren die Unternehmen ihre rechtliche Selbständigkeit.

10) Der Trust ist ein Zusammenschluß von Unternehmungen, die ihre rechtliche Selbständigkeit verlieren.
III. Übersetzen Sie ins Ukrainische:

1) Die erzeugten Produkte müssen auf dem internationalen Markt abgesetzt werden.

2) Die Absatzmärkte in allen westeuropäischen Ländern sind gesättigt.

3) Der Franchisegeber stellt dem Franchiseunternehmer ein ganzes Packet von Erfahrungen und Informationen zur Verfügung.

4) Konzerne sind Zusammenschlüsse, die durch kapitalmäßige Verflechtung von Aktienmehrheiten zustande kommen.

5) Konzern und Trust lassen sich oft schwer unterscheiden.


IV. Übersetzen Sie ins Deutsche:

1. Доля іноземної участі в спільному підприємстві складає 50 %.

2. Американська компанія «Кока-Кола» є одним з найбільших в світі франчайзингових підприємств.

3. Розрізняють два види товариств, які створені для проведення окремих операцій.

4. Підприємства, які входять до складу холдингової компанії, зберігають свою правову самостійність.

5. При злитті підприємства втрачають свою правову самостійність.

6. Фірма повинна погасити свою заборгованість.

7. Злиття великих фірм необхідно вчасно попередити.

8. Директор фірми заявив, що підприємство поновило зв’язки зі старими постачальниками.

9. Підприємство отримує хороші прибутки і планує розширюватись.

10. Франчайзингова компанія – форма кооперації, яка зустрічається найчастіше.
V. Besprechen Sie in Form eines Dialoges folgende Stichpunkte:

- das Joint Venture

- das Franchising

- die Kooperationsformen von Zusammenschlüssen

- die Konzentrationsformen von Zusammenschlüssen

- die Holding-Gesellschaft

- der Trust

MODULE VI

Lektion 20. Banken modernisieren die Wirtschaft
die öffentlichen Förderinstitutionen – державні кредитні установи

dieKreditwirtschaft – кредитна справа

derPost- undZahlungsverkehr – поштові і платіжні операції

dieSparkasse - зберкаса

dieErsparnisseanlegen – вкладати (розміщувати) збереження

anfallendeZahlungen übernehmen – приймати (отримувати) наступний платіж

einenbargeldlosenZahlungsverkehrermöglichen – зробити можливим безготівковий розрахунок

dasRisiko übernehmen – приймати ризик

dasGeldkurzfristiganlegen – вкласти гроші на короткий термін
Deutschland unterstützt den Aufbau moderner Banken in vielen Ländern. Fachberater stehen in Afrika, Asien und Lateinamerika zur Verfügung. Auch werden Fachkräfte aus den Partnerländern in der Bundesrepublik aus- und weitergebildet. Eines von vielen Einzelbeispielen: ein Flüchtling aus Eritrea, in Deutschland zum Buchhalter ausgebildet, kehrte in die Heimat zurück und wirkt dort beim Aufbau des Finanzsektors mit.

Die Federführung für die deutschen Maßnahmen liegt zum Teil beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und zum Teil beim Bundesministerium für Wirtschaft, wo ein Sonderstab Hilfen für die Reformstaaten Mittel- und Osteuropas und der früheren Sowjetunion koordiniert. Die Projekte stützen sich auf das Fachwissen öffentlicher Förderinstitutionen wie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sowie Consultants der Kreditwirtschaft selbst.

Banken haben eine fundamentale Bedeutung in der Entwicklung moderner Wirtschaftsstrukturen. In Deutschland (und Europa) war seit Ende des Mittelalters zum Beispiel das Augsburger Handelshaus der Fugger ein führender Finanzier für Könige und Kaufleute. In Bayern entwickelte das Fürstengeschlecht der Thurn und Taxis neue Formen im Post- und Zahlungsverkehr. Im 19. Jahrhundert entstanden dann im Rheinland und in Sachsen besondere Kreditinstitute zur Behebung der Not unter der städtischen Arbeiterschaft und der Bevölkerung auf dem Lande; es kam zur Gründung der Raiffeisen-Genossenschaften und Sparkassen.

Heute ermöglichen die Geldinstitute den Kunden, ihre Ersparnisse sicher und rentabel anzulegen und sie verleihen Geld, das für neue Investitionen und den Modernisierungsprozeß in der Wirtschaft benötigt wird. Dabei erfüllen sie vier für die Volkswirtschaft wichtige Funktionen:

• sie übernehmen für viele Kunden regelmäßig anfallende Zahlungen und ermöglichen einen „bargeldlosen" Zahlungsverkehr;

• sie übernehmen Risiken gegenüber kreditsuchenden Unternehmen;

• sie schlagen Brücken zwischen unterschiedlichen Kapitalbindungsfristen; auch wenn viele Sparer ihr Geld nur kurzfristig anlegen, können sie eine langfristige Finanzierung von Investitionen ermöglichen;

• sie bringen aus vielen kleinen Einlagen Geld für große Kredite zusammen. Banken sind nicht in allen Ländern gleich. Als Institutionen sind sie nachden historischen Gegebenheiten des Landes gewachsen und haben je nach ihrem Tätigkeitsbereich unterschiedliche Strukturen. Das deutsche Beispiel kann für Länder, die den Anschluß an die moderne Weltwirtschaft suchen, ein interessanter Vergleichspunkt sein. Denn:

• die deutschen Banken leisteten in den letzten Jahrzehnten einen maßgeblichen Beitrag zum Wiederaufbau und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der deutschen Wirtschaft;

• seit der Vereinigung Deutschlands 1990 sind sie „Treibriemen" beim Aufbau in den neuen Bundesländern. Hier machten die deutschen Geldinstitute spezielle Erfahrungen mit der Umstellung des Bankgeschäfts von planwirtschaftlichen auf marktwirtschaftliche Bedingungen.


Aufgaben

I. Beantworten Sie folgende Fragen zum Text:

1) Wer steht in vielen Ländern zur Unterstützung beim Aufbau moder­ner Banken bereit?

2) Worauf stützen sich die Projekte des Bundesministeriums beim Auf­bau des Finanzsektors?
3) Welche Bedeutung haben die Banken in der Entwicklung moderner Wirtschaftsstrukturen?

4) Welche Kreditinstitutionen sind zu erwähnen?

5) Was ermöglichen heute die Geldinstitute?

6) Welche Funktionen erfüllen die Geldinstitute für die Volkswirtschaft?

7) Wie werden die Banken nach der Vereinigung Deutschlands bezeichnet?
II. Besprechen Sie in Form eines Dialoges folgende Stichpunkte:

- die Unterstützung dem ausländischen Finanzsektor

- die Bedeutung der Banken

-die Kreditinstitutionen


III. Übersetzen Sie aus dem Deutschen ins Ukrainische:

1) Die Federführung für die deutschen Maßnahmen liegt zum Teil beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und zum Teil beim Bundesministerium für Wirtschaft, wo ein Sonderstab Hilfen für die Reformstaaten Mittel- und Osteuropas und der früheren Sowjetunion koordiniert.

2) Die Projekte stützen sich auf das Fachwissen öffentlicher Förderinstitutionen wie der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) sowie Consultants der Kreditwirtschaft selbst.

3) In Deutschland und Europa war seit Ende des Mittelalters zum Beispiel das Augsburger Handelshaus der Fugger ein führender Financier für Könige und Kaufleute.

4) Heute ermöglichen die Geldinstitute den Kunden, ihre Ersparnisse sicher und rentabel anzulegen und sie verleihen Geld, das für neue Investitionen und den Modernisierungsprozeß in der Wirtschaft benötigt wird.

5) Die Banken übernehmen für viele Kunden regelmäßig anfallende Zahlungen und ermöglichen einen „bargeldlosen" Zahlungsverkehr.

6) Die deutschen Banken leisteten einen maßgeblichen Beitrag zum Wiederaufbau und zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der deutschen Wirtschaft.

7) Seit der Vereinigung Deutschlands 1990 sind die Banken „Treibriemen" beim Aufbau in den neuen Bundesländern.


Lektion 21. Die Deutsche Bundesbank und der Euro

die Deutsche Bundesbank - Федеральний банк Німеччини

derZentralbankrat – центральна банківська рада

Banknotenherausgeben – випускати банкноти

das Grundgesetz – Основний закон

die Währung - валюта

auf den Außenwert einwirken – діяти на зовнішню вартість

der Euro - євро


Die Deutsche Bundesbank ist die nationale Zentralbank. Sie umfaßt die Zentrale in Frankfurt/Main und die Landeszentralbanken der Bundesländer. Geleitet wird die Bundesbank vom Zentralbankrat. Er besteht aus einem zehnköpfigen Direktorium in Frankfurt und den Präsidenten der Landeszentralbanken. Die Mitglieder des Direktoriums werden auf Vorschlag der deutschen Bundesregierung, die Chefs der Landeszentralbanken auf Vorschlag des Bundesrates (Kammer der Bundesländer) vom deutschen Staatsoberhaupt, dem Bundespräsidenten, ernannt.

Die Bundesbank hat das alleinige Recht, Banknoten herauszugeben. Ihre vorrangige und wichtigste Aufgabe ist es, für die Stabilität der Deutschen Mark zu sorgen. Sie wird als „Hüterin der Währung" bezeichnet. Die Rolle der Bundesbank ist in einem eigenen Bundesbankgesetz festgeschrieben und findet eine zusätzliche Stütze in der deutschen Verfassung, dem „Grundgesetz", wonach auch die öffentliche Haushaltspolitik der Währung des Geldwertes verpflichtet ist. Dieser Auftrag wurde deshalb so deutlich, weil die Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg in der Weimarer Republik sehr schmerzliche Erfahrungen mit einer hohen Inflation gemacht haben.

Der Zentralbankrat als Leitungsorgan ist in seinen Entscheidungen autonom, insbesondere von politischen Wünschen oder gar Weisungen unabhängig. Die Regierung trägt dem Gremium ihre Vorstellungen zur Information vor.

Um die ihr aufgetragenen Ziele der Stabilitätspolitik zu verwirklichen, reguliert die Bundesbank den Geldumlauf und die Kreditversorgung der Wirtschaft. Als Mittel ihrer Mindestreservepolitik setzt die Bundesbank fest, daß die Kreditinstitute bestimmte Teile aller Kundeneinlagen bei ihr als zinsloses Guthaben halten. Sie reguliert dadurch die Menge des umlaufenden Geldes. Sie kann die Geldströme auch durch Variation der Zinssätze beeinflussen, zu denen sie (als Bank der Banken) den Geldinstituten Kredite einräumt. Dies wiederum beeinflußt die Zinsen am Bankschalter.

Die Bundesbank wirkt auch auf den Außenwert der DM ein, indem sie fremde Devisen kauft oder verkauft. Sie beeinflußt damit den DM-Kurs im Europäischen Währungssystem (EWS), in dem die Währungen der Partner der Europäischen Union (EU) in engen Schwankungsbreiten aneinander gekoppelt sind.

Die Unabhängigkeit der Deutschen Bundesbank wird von den meisten europäischen Nachbarn als vorbildlich eingestuft. Die französische Nationalbank wurde 1993 auf Grund der deutschen Erfahrungen umstrukturiert, und britische Ökonomen befürworten eine ähnliche Reform der Bank von England.

Elf von 15 Mitgliedern der EU bilden ab 1999 ein „Euro-Land" mit festen Wechselkursen, im Jahre 2002 geben sie ihre nationalen Währungen endgültig auf. Das beschlossen im Frühjahr 1998 die Staats- und Regierungschefs der Partnerländer. Die Gemeinschaftswährung übernehmen: Deutschland und Frankreich, die Benelux-Staaten (Belgien, Niederlande, Luxemburg), die Südstaaten der Union, also Italien, Spanien und Portugal, ferner Österreich, Irland und Finnland. Großbritannien hält sich eine Beitrittsoption offen, auch Dänemark und Schweden sind auf eigenen Wunsch (noch) nicht mit von der Partie. Griechenland, das wirtschaftliche Stabilitätsprobleme zu bewältigen hat, ist seit 1998 wieder im Europäischen Währungssystem integriert.

Seit 1. Juni 1998 ist die neugegründete Europäische Zentralbank (EZB) mit Sitz in der deutschen Bankenmetropole Frankfurt im Amt. Ihre Zukunftsaufgabe ist es, mit einer entsprechenden Geldpolitik ab 2002 die Stabilität des Euro zu gewährleisten. Vorbild ist das jahrzehntelange Wächteramt der Deutschen Bundesbank über die Deutsche Mark (DM). Bis zur Einführung der neuen Währung bildet die EZB zusammen mit den beteiligten Nationalbanken das Europäische System der Zentralbanken (ESZB), das in der letzten Stufe der Europäischen Währungsunion (1.1.1999-31.12.2001) durch eine gemeinsame, auf Preisstabilität zielende Politik unwiderruflich feste Wechselkurse gewährleisten muß.

Das Spitzenorgan der neuen internationalen Zentralbank ist die Generalversammlung (General Council), der die Chefs der 15 Nationalbanken der Europäischen Union angehören. Für die laufenden Aufgaben ist das Governing Council zuständig, das sich aus den sechs Mitgliedern der Geschäftsführung (des Executive Board) der Europäischen Zentralbank und den Leitern der elf am Euro teilnehmenden Nationalbanken zusammensetzt. Erster Präsident der EZB ist seit 1997 der Niederländer Willem Frederik Duisenberg. Die ersten Euro-Banknoten werden voraussichtlich seine Unterschrift tragen. Die Bürger werden das neue Geld erstmals 2002 im Portemonnaie haben und damit Waren im Geschäft kaufen können.
Aufgaben

I. Beantworten Sie folgende Fragen zum Text:

1) Was ist die deutsche Bundesbank?

2) Von wem wird die Bundesbank geleitet?

3) Welches alleinige Recht hat die Bundesbank?

4) Wo ist die Rolle der Bundesbank festgeschrieben?

5) Was reguliert die Bundesbank?

6) Worauf wirkt die Bundesbank?

7) Seit wann ist die Europäische Zentralbank (EZB) im Amt?

8) Welche Zukunftsaufgabe hat die EZB?

9) Wann wird die Euro-Bargeldeinführung in die Wege geleitet?


II. Vergleichen Sie die Bundesbank und die Zentralbank der Russischen Föderation in Form eines Aufsatzes*:

- die Funktion der Zentralbanken

- die Recht der Zentralbanken

- die autonome Rolle der Zentralbanken

- die EZB nach der Einführung des Euro und die Zentralbank der RF

III. Übersetzen Sie schriftlich ins Ukrainische.

1) Die Bundesbank umfaßt die Zentrale in Frankfurt/Main und die Landeszentralbanken der Bundesländer.

2) Die Bundesbank hat das alleinige Recht, Banknoten herauszugeben.

3) Der Zentralbankrat als Leitungsorgan ist in seinen Entscheidungen autonom, insbesondere von politischen Wünschen oder gar Weisungen unabhängig.

4) Um die ihr aufgetragenen Ziele der Stabilitätspolitik zu verwirklichen, reguliert die Bundesbank den Geldumlauf und die Kreditversorgung der Wirtschaft.

5) Die Unabhängigkeit der Deutschen Bundesbank wird von den meisten europäischen Nachbarn als vorbildlich eingestuft.

6) Bis zur Einführung der neuen Währung bildet die EZB zusammen mit den beteiligten Nationalbanken das Europäische System der Zentralbanken (ESZB).

7) Das Spitzenorgan der neuen internationalen Zentralbank ist die Generalversammlung (General Council), der die Chefs der 15 Nationalbanken der Europäischen Union angehören.



Lektion 22. Die finanziellen Säulen des deutschen Bankensystems
das Bankgeschäft – банківський бізнес

die Hypothekenbank – іпотечний банк

die Bausparkasse - зберкаса

das Konto - рахунок

das Sparkonto eröffnen(einrichten) – відкрити рахунок

Kredite aufnehmen – брати кредити

Anleihen erwerben – придбати облігації по займу

dieWertpapiere – цінні папери

derBankkunde – клієнт банку

etwas gewähren – гарантувати щось

die Einlagen sichern – гарантувати вклади

dieGenossenschaftsbank – кооперативний банк

dieVerrechnungsstelle, dieGirozentrale – розрахункова палата, жироцентрал

derZahlungsverkehr – платіжні операції, система розрахунків

einenBausparvertragabschließen – заключати договір про отримання позики на індивідуальне будівництво

dieGeldwertstabilitäthüten – підтримувати стабільність вартості грошей


Es gibt in Deutschland sogenannte „Universalbanken", die praktisch alle Arten von Bankgeschäften ausführen und auf bestimmte Funktionen spezialisierte Banken wie zum Beispiel Hypothekenbanken oder Bausparkassen. Jede Privatperson oder Firma kann bei Universalbanken Konten eröffnen, Sparkonten einrichten oder Kredite aufnehmen. Am Bankschalter gibt es ausländische Währungen. Man kann Aktien, das heißt Beteiligungen an Unternehmen, oder Anleihen von Staaten und privaten Institutionen erwerben. Auf Wunsch werden diese Wertpapiere auch von der Bank verwaltet. Der Bankkunde kann über seine Bank etwa in einer deutschen Kleinstadt in Chicago Sojabohnen aus der nächsten Ernte vorkaufen und mit gleichem Auftrag in beispielsweise sechs Monaten wieder verkaufen.

Die verschiedenartigen Geschäftszweige einer deutschen Bank führen abweichend von dem angelsächsischen System, in dem ein Haus etwa ausschließlich mit Wertpapieren handelt, zu einer Risikostreuung und gewähren damit dem Finanzunternehmen höhere Flexibilität und Stabilität. Die Banken decken ihre eigenen Kosten mit Gebühren für die Kundenaufträge, mit Kreditzinsen und einer möglichst profitablen Anlage des Eigenkapitals, mit dem sie wiederum die Einlagen der Kunden sichern müssen.

Im deutschen Bankensystem gibt es drei große Gruppen: Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Privatbanken mit einer Vielzahl örtlicher Filialen und zentraler Institutionen. Die Spitze bilden die Zentralbanken der Länder und die Bundesbank.

Alle Banken zusammen, untereinander im Wettbewerb mit ihren Dienstleistungen bei recht ähnlichen finanziellen Bedingungen, gewährleisten einen flächendeckenden Geldservice in der gesamten Bundesrepublik.



Die Sparkassen

In Deutschland gibt es heute über 700 Sparkassen mit mehr als 2.500 Zweigstellen. Sie sind fast sämtlich kommunale Institute. Eigentümer und damit auch Garanten sind also die jeweiligen Städte oder Landkreise.

Sparkassen sind gemeinnützig. Ihr oberstes Ziel ist es, der Bevölkerung in ihrem Gebiet eine angemessene, je nach Wirtschaftslage veränderliche Verzinsung für Ersparnisse zu bieten und mit den Einlagen den lokalen Kreditbedarf zu decken.

Die verschiedenen Sparkassen haben sich zu regionalen Verbänden zusammengeschlossen und sind Mitträger der Landesbanken, der sogenannten Hausbanken der Bundesländer. Die Regionalverbände beraten und unterstützen ihre Mitglieder vor allem in rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen. Sie prüfen die Sparkassen und bilden Mitarbeiter weiter. Sie vertreten die Interessen der Sparkassen bei den Parlamenten und Regierungen der Bundesländer. Sie sind teils Verrechnungsstellen für den überörtlichen Zahlungsverkehr unter den Sparkassen und mit anderen Kreditinstituten.

Die Landesbanken/Girozentralen haben, wie der Doppelname sagt, noch weitere Funktionen: sie sind die Hausbanken der einzelnen Bundesländer und nehmen öffentliche Aufgaben wahr. Die Hamburgische Landesbank etwa hat den formellen Auftrag, durch ihre Kreditpolitik den Stadtstaat als Wirtschaftsstandort zu fördern. Die leitenden Mitarbeiter sind insoweit nicht nur Unternehmer, sondern auch Amtsträger und unterliegen deshalb besonderen Kontrollen.

Als Instrument staatlicher Industriepolitik (etwa im Zusammenhang mit Firmenübernahmen) sind die Landesbanken umstritten.

Die Sparkassenorganisation ist heute die größte Gruppe in der deutschen Kreditwirtschaft. Rund sechzig Prozent aller Deutschen haben ein Konto bei der Sparkasse.

Die Genossenschaftsbanken

Die Gruppe der „Volksbanken und Raiffeisenbanken" umfaßt über dreitausend Genossenschaften mit rund 12 Millionen persönlichen Mitgliedern. Die Kunden werden in mehr als 20.000 Bankfilialen bedient.

Die Genossenschaftsbanken waren ursprünglich Selbsthilfeeinrichtungen zur Kreditversorgung des gewerblichen und landwirtschaftlichen Mittelstandes. Der über Deutschland hinaus bekannte F.W. Raiffeisen (1818-1888) war einer der Gründerväter des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens. Die ehemaligen Genossenschaftskassen für Handwerk und Gewerbe sowie die Bäuerlichen Handelsgenossenschaften in Ostdeutschland sind heute ebenfalls meist Volksbanken und Raiffeisenbanken.

Miteigentümer einer Genossenschaftsbank kann werden, wer mindestens einen Anteil erwirbt. Damit hat er auch Stimmrecht bei der Festlegung der Geschäftsziele und Geschäftsführung. Auch wer mehrere Anteile besitzt, hat nur eine Stimme. Damit ist die Willensbildung in der Breite der Mitgliedschaft garantiert. Drei regionale Zentralbanken bieten den Volks­und Raiffeisenbanken einen ergänzenden Service, ähnlich wie die Girozentralen gegenüber den Sparkassen. Die Deutsche Genossenschaftsbank (DG Bank) ist auch für internationale Geschäftsverbindungen der genossenschaftlichen Bankengruppe zuständig.



Die Privatbanken

In Deutschland gibt es rund dreihundert private Kreditinstitute. Weltbekannt sind die drei Institute Deutsche Bank, Dresdner Bank und Commerzbank. Im Herbst 1998 kam als zweitgrößte deutsche Bank die „Bayerische Hypo- und Vereinsbank" hinzu (aus einer Fusion der Hypothekenbank mit der Vereinsbank). Diese sogenannten „Großbanken" sind als Aktiengesellschaften organisiert. In der Aktionärsversammlung können Stimmrechte beschränkt werden, um die Vorherrschaft eines Großaktionärs auszuschließen.

Die Großbanken haben als Kreditgeber wie durch Geschäftsbeteiligungen eine besonders starke Stellung in einzelnen Industriefirmen. Das ist in der Geschichte der Industrialisierung begründet. Manche Firmen bevorzugten bei der Finanzierung ihrer Unternehmen und Investitionen bestimmte Banken, die ihrerseits ein besonderes Interesse am Wohlergehen ihrer Großkunden entwickelten. Heute ist die Kreditwirtschaft allerdings zu weniger als einem Prozent an allen Kapitalgesellschaften beteiligt.

Auch das Gewicht der Großbanken am gesamten deutschen Geld- und Kreditmarkt ist begrenzt. Gemessen an den Bilanzsummen, liegt ihr Anteil zusammen unter zehn Prozent. Sie sehen deshalb in der sozialen

Marktwirtschaft Wachstumschancen ähnlich wie die Sparkassen und Genossenschaftsbanken im Massengeschäft mit den mittleren und kleineren Einkommensbeziehern.

Die Bausparkassen - Spezialbanken für Vermögensbildung

Neben den Universalbanken sind für bestimmte Zwecke Hypothekenbanken entstanden - zum Beispiel zur Finanzierung von Kommunal-Krediten. Die gesamtwirtschaftlich wichtigsten Spezialbanken sind die Bausparkassen. Sie haben in den vergangenen vierzig Jahren durch Darlehen zur Finanzierung von über zehn Millionen Wohnungen beigetragen. Das breite Interesse an Bausparverträgen ist ungebrochen. Die Bausparkassen bleiben das Hauptinstrument zur Vermögensbildung des „kleinen Mannes".

Der Bauwillige schließt einen Bausparvertrag über eine bestimmte Bausumme ab und sammelt zunächst einen Teil davon durch regelmäßige Einzahlungen an, die mit einem stabilen und vergleichsweise niedrigen Satz verzinst werden. Ist ein bestimmter Teilbetrag - in der Regel 40-50 Prozent - erreicht, wird der volle Vertragsbetrag ausgezahlt und der Kredit als niedrig- und festverzinsliches längerfristiges Darlehen gewährt. Der Zeitpunkt hängt davon ab, wie lange der Kunde Beiträge angespart hat und wie hoch der gesamte Geldeingang der Bausparkasse aus den Sparbeträgen sowie den monatlichen Zins- und Tilgungsleistungen für laufende Darlehen ist.

Die Bausparer sind praktisch eine Solidargemeinschaft Bauwilliger, die sich zu einer Spargemeinschaft zusammengeschlossen haben und in einer berechenbaren Reihenfolge die vertraglich vereinbarte Bausumme erhalten. Die Vereinbarung auf Gegenseitigkeit funktioniert, solange der Geldwert relativ stabil bleibt. Denn niemand zahlt heute gutes Geld ein, wenn er befürchten muß, damit immer weniger finanzieren zu können und entsprechend höhere Kredite aufnehmen zu müssen. Da die Deutsche Bundesbank die Geldwertstabilität streng hütet, ging die Rechnung der Bausparer bisher in der Regel auf. Der Staat trägt dazu durch eine prozentuale Bausparprämie und Steuervergünstigungen bei. Gesichert werden die Einlagen durch einen Garantiefond und eigenverantwortliche Überwachung.



Aufgaben

I. Beantworten Sie folgende Fragen zum Text:

1) Was führen die Universalbanken?

2) Was kann jede Person oder Firma bei Universalbankan tun?

3) Was kann der Bankkunde über seine Bank vorkaufen und dann verkaufen?

4) Welche drei großen Gruppen von Banken gibt es im deutschen Bankensystem?

5) Wieviele Sparkassen gibt es heute in Deutschland?

6) Welche Funktionen haben die Landesbanken?

7) Wie groß ist die Mitgliederzahl von Genossenschaftsbanken?

8) Welche Privatbanken sind weltbekannt?

9) Zu welchem Zweck sind die Hypothekenbanken entstanden?


II. Unterteilen Sie die Banken in Gruppen und nennen Sie die bekanntesten deutschen Banken.
III. Besprechen Sie die Funktion von Kreditinstitutionen wie:

- Sparkassen

- Genossenschaftsbanken

- Bausparkassen

- Privatbanken
IV. Übersetzen Sie folgende Sätze ins Ukrainische:

1) Jede Privatperson oder Firma kann bei Universalbanken Konten eröffnen, Sparkonten einrichten oder Kredite aufnehmen.

2) Man kann Aktien, das heißt Beteiligungen an Unternehmen, oder Anleihen von Staaten und privaten Institutionen erwerben.

3) Die Banken decken ihre eigenen Kosten mit Gebühren für die Kundenaufträge, mit Kreditzinsen und einer möglichst profitablen Anlage des Eigenkapitals, mit dem sie wiederum die Einlagen der Kunden sichern

müssen.

4) Im Herbst 1998 kam als zweitgrößte deutsche Bank die „Bayerische Hypo- und Vereinsbank" hinzu (aus einer Fusion der Hypothekenbank mit



der Vereinsbank).

5) Das Gewicht der Großbanken am gesamten deutschen Geld- und

Kreditmarkt ist begrenzt.

6) Neben den Universalbanken sind für bestimmte Zwecke Hypothekenbanken entstanden - zum Beispiel zur Finanzierung von Kommunal-Krediten.

7) Die Bausparer sind praktisch eine Solidargemeinschaft Bauwilliger, die sich zu einer Spargemeinschaft zusammengeschlossen haben und in einer berechenbaren Reihenfolge die vertraglich vereinbarte Bausumme erhalten.
Lektion 23. Der Zahlungsverkehr
den Zahlungsverkehr abwickeln – здійснювати систему розрахунків

derGeldzufluss – приток грошей

derDispositionskredit – контокорентний кредит приватним клієнтам, суму якого вони можуть перевищити до певної межі

dasKontokannkurzfristigmitSchuldenbelastetwerden – на короткий час сума на рахунку може бути від’ємною

dasGirokonto – жирорахунок, контокорент, поточний банківський рахунок

einen Scheck ausstellen –виставити (виписати) чек

belastbarsein – бути гранично допустимим (про рахунок)

ÜberweisungaufdasBankkonto – переказ на банківський рахунок

derKontoinhaber – власник рахунку

ElectronicBanking – автоматизована система ведення банківських операцій

dasClearing –взаємопогашення платежів, кліринг

SWIFT – Міжнародні Міжбанківська електронна система платежів СВІФТ


Geld ist das «Blut der modernen Wirtschaft». Die Banken garantieren den Blutkreislauf, indem sie den Zahlungsverkehr abwickeln. Dafür bieten sie eine Vielzahl von Mitteln an, vom Bargeld bis zur Zahlung per Compu­ter.

Das Girokonto und die Lohnüberweisung

In Deutschland war bis weit in die fünfziger Jahre für viele Arbeitnehmer der Barlohn in der Lohntüte das Übliche. 1957 änderte sich das. Damals wurde im ganzen Bundesgebiet die bargeldlose Lohnzahlung eingeführt. Die schriftliche Überweisung auf das Bankkonto statt der regelmäßigen Barauszahlung erspart dem Arbeitgeber seither viele umständliche und zeitraubende Routinearbeit.

Die Lohnkonten der Arbeitnehmer sind meistens Girokonten. Giro kommt aus dem Italienischen und heißt „Rundlauf4. Das Girokonto ermöglicht die Teilnahme am Geldkreislauf, am Zahlungsverkehr. Bei regelmäßigen Geldzuflüssen wie etwa dem Lohn kann das Girokonto auch kurzfristig mit Schulden belastet werden. Die Zinsen für diesen Dispositionskredit sind allerdings relativ hoch - das Girokonto ersetzt mithin nicht einen zinsgünstigeren Kreditvertrag. Es ist auch kein Sparkonto, da die Verzinsung von Guthaben minimal ist.

Die Scheckkarte zum Bankkonto

Die Bank gibt dem Kontoinhaber eine „Eurocheque"-Karte, die fast in ganz Europa als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Die Karte trägt die Unterschrift des Inhabers und ist fälschungssicher.

Unter Vorlage seiner Karte kann der Betreffende Schecks, also Anweisungen zur Geldauszahlung, ausstellen, für die die Bank in jedem Falle bis zu einer bestimmten Summe garantiert (200 €).

Die Karte läßt sich noch vielseitiger verwenden, zum Beispiel am Geldautomaten. In Deutschland gibt es ihn seit 1977. Der Kunde steckt seine Karte in den Automaten und tippt seine persönliche Identifikationsnummer (PIN, umgangssprachlich „Geheimzahl" genannt) sowie den gewünschten Betrag ein. Die Maschine prüft, ob das Konto belastbar ist und wirft, falls der Kontostand dies zuläßt, den gewünschten Betrag aus - Tag und Nacht, auch an Sonn- und Feiertagen. Im Eurocheque-System stehen heute 50.000 Automaten in rund zwanzig europäischen Ländern zur Verfügung. Die Selbstbedienung des Kunden erspart den Banken Personalkosten.

Seit 1990 kann man auch an Tankstellen und in großen Einzelhandelsgeschäften mit Karte und Eingabe der Geheimnummer bezahlen (Point-of-Sale-System (POS) oder „electronic cash"). Das Kreditgewerbe garantiert für die Einlösung der Lastschriften. Der nächste Schritt ist electronic cash im Ausland, organisatorisch gesprochen: im European Debitcard System (edc-System), dem verschiedene bankemittierte Karten angeschlossen sind. 1993 wurde zunächst die grenzüberschreitende Anwendung zwischen Deutschland und Österreich eingeführt.

Die Eurocheque-Karte ist die Kreditkarte des elektronischen Zeitalters. Daneben vertreiben die deutschen Kreditinstitute auch die in aller Welt schon länger gängigen „Kreditkarten". Ihr unersetzbarer Vorteil ist geblieben, daß der Kunde nur mit der Karte ohne Scheck und ohne Geheimnummer im Kopf auch da bezahlen kann, wo keine elektronische Bankverbindung besteht, zum Beispiel in vielen Geschäften oder in Hotels. Allerdings beteiligen sich einige Geschäfte nicht an dem Kreditkartensystem, weil ihnen die Zeit zwischen Verkauf und Zahlungseingang zu lang erscheint.



Electronic Banking

Die Elektronik erhöht den Pulsschlag im Zahlungsverkehr und Geldkreislauf. Sie hat auch die Überweisung mittels eines materiellen Auftragsbelegs in Normalschrift und die telegrafische Eil-Überweisung überholt. Die Abwicklung konnte früher Tage oder doch Stunden dauern.

Jetzt ist eine wirkliche Blitzüberweisung möglich. Die Deutsche Bundesbank unterhält seit 1992 einen zentralen Elektronischen Schalter (ELS), über den die teilnehmenden Institute (zum Beispiel die Sparkassen im überörtlichen Verkehr der Landeszentralbanken) Inlandszahlungen ihrer Kunden abwickeln können. Seit Mitte 1993 funktioniert der Schalter für den Auslandsverkehr im Rahmen von SWIFT (= Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication). Im bankinternen Verkehr unterhalten zum Beispiel die Großbanken eigene direkte Computerverbindungen („online") zwischen Berlin, Tokio oder New York. Das Geld kann in Sekunden am anderen Ort weiterarbeiten oder von dort wieder schnell abfließen.

Der weitere Ausbau der elektronischen Datenübermittlung dient nicht nur der Schnelligkeit, auf die es auch im Geldsektor nicht immer unbedingt ankommt. Der Zahlungsverkehr mittels elektronischer Datenverarbeitung rationalisiert beispielsweise Nachprüfungen. Das ist manuell, anhand einzelner Belege, viel langwieriger und unsicherer als im Clearing mittels eines Elektronenrechners.

Immer häufiger werden bei den Geldinstituten heute vollcodierte Zahlschein-Überweisungen eingereicht, die sich für die Umwandlung in Datensätze besonders eignen. Großkunden mit Massenproblemen wie zum Beispiel Versicherungen oder öffentliche Kassen (etwa bei der Rentenzahlung^ und die Banken kommen sich mit dem Austausch von Datenträgern wechselseitig entgegen. In einzelnen Instituten beträgt der Anteil belegloser Zahlungen am gesamten Zahlungsverkehr schon neunzig Prozent.



Поділіться з Вашими друзьями:
1   2   3   4   5




База даних захищена авторським правом ©uchika.in.ua 2020
звернутися до адміністрації

    Головна сторінка